Montag, 29. Juni 2009

Un tschüss II

Am Freitag wollte ich zur Tanke, mal eine Waschkarte für meine Ente holen. Auf dem Weg dahin treff ich nen Nachbarn, Fragt der mich:

Er: Hasse schon gehört, wer gestorben is?
Ich: Jau, der Friedhelm Katschmarek, der dat Büdchen am Sportplatz hat.
Er: Nee, den mein ich nich, der Michael Jackson ist tot.
Ich: Hat der auch ein Büdchen?
Er: Nee, dat is doch der King of Pop.
Ich: Wo liegt dat Land denn?
Er: Dat is der Superstar, Thriller un so.
Ich: Schreibt der Krimis?
Er: Nee, son schwatten Sänger, der jetzt weiß is.
Ich: Dann hat der dat gleiche Finanzamt wie ich.
Irgendwie guckt mich mein Nachbar ganz komisch an:
Er: Kennse den wirklich nich? Er hält mir ne Zeitung vor dat Gesicht, der Typ sieht aus wie ein Klingone, schneeweiße Fresse, ne angeklebte Nase, viel zu langet Gesicht, lange schwatte Haare, dürr wie ne Dachlatte un geschminkt wie ne 20 € Nutte.
Er: der war inne 80er Jahre der Typ, nu isser mit fuffzich abgenippelt. Der konnte geil tanzen, hat über Jahre mit nem Affen zusammengelebt.
Ich: Wo, innem Zoo, hat der keine Frau abgekriecht.
Er: Der war doch mit der Tochter vom Elvis verheiratet.
Ich: Un mit nem Affen, dat erstaunt mich aber, dat hätte der Elvis sich aber nich träumen lassen, zwei Schwiegersöhne mit eine Tochter.
Er: Boh, Du raffst aber gamix.
Ich: Hömma, ich war inne 80er Jahre in einer vonne besten Country Bands in Deutschland, wir hatten mindestens 40 Gigs im Jahr, auf alle großen Country und Trucker Festivals, dazu oft bei die Amis rund um Frankfurt. Zusätzlich als Vorband bei die Truck Stop, da hasse von irgendwelche Tanzaffen nix gehört.

Wieder Zuhause, hab ich mal den Nachrichtensender angeschaltet, den ganzen Tach haben se von dem Typ irgendwelche alten Kamellen gesendet, wo er noch nen Schwatten war un ne dicke Nase hatte.
Ich sach mal so, die Knete hätte ich gerne, die der Typ dem drittklassigen Gesichtsveränderer in den Rachen geschmissen hat, die Knete hätte er besser in seinem Seelenklemptner investiert, dann hätte er wohl noch ein paar Jahre muunwalken können.

R.I.P.

Montag, 19. Januar 2009

Schwarzes Loch

Anfang 2008 versuchte unsere Regierung klarzumachen, dass die Klimaerwärmung und der Umweltschutz Priorität eins wäre. Außer einer bekloppten Plakette an der Frontscheibe für 5 € hat es nichts gebracht. Die Erderwärmung habe ich in der ersten Januarwoche 2009 zu spüren bekommen.
Die Schweizer, die wollten vor ein paar Monaten mit einem selbst gebauten Teilchenbeschleuniger ein künstliches Schwarzes Loch basteln, Schweizer und Beschleuniger, was für ein Widerspruch. Die Welt stand kopf, jeder dachte, wir verschwinden als einzelne Atome oder Moleküle und schwirren im Weltall.
Die Pleitebanken im Herbst brachten zu Tage, dass die Banken mit dem Geld anderer Leute nicht umgehen können und der Kunde auch noch für die Misswirtschaft geradestehen soll.
Das einzige Schwarze Loch, das ich kenne, sitzt in Berlin. Da verschwinden täglich Millionen unkontrolliert und unwiderrufbar.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Tiere hinter Gittern

Was mir unangenehm auffällt ist, man sieht im TV neben den bekloppten Kochsendungen nur noch Tiere im Zoo. Wobei das schlimmste ist, das man auch noch die Sprache der Einheimischen vom Dresdner Zoo ohne Untertitel kaum verstehen kann. Jeden Tag, 5 x die Woche, nebst den Wiederholungen in den 3. Programmen muß man sich die Viecher ansehen, dazu berühren und füttern verboten. Ostafrikanische Kumbuskühe sind genau so Interessant, wie leere Klopapierrollen. Ein Gepard, der nicht läuft, ein Elefant, der eine ganze Schubkarre vollkackt und Greifvögel, die jeden Tag tote Hünchen essen müssen, aber nicht fliegen dürfen.
Freiheit für die Tiere